Mannheim, 14. September 2026 | Der Wandel hin zu emissionsärmeren Fahrzeugen stellt Hersteller vor die Herausforderung, Gewicht, Kosten und CO₂-Emissionen gleichzeitig zu reduzieren. Röchling Automotive zeigt auf der IAA Transportation 2026, wie sich diese Anforderungen durch innovative Werkstoffe, intelligente Konstruktion und ganzheitliche Entwicklungsprozesse erfolgreich vereinen lassen. Im Mittelpunkt stehen thermoplastische Strukturbauteile, Kunststoff-Metall-Hybridlösungen sowie neue Ansätze für Gehäuse- und Schutzkonzepte für Hochvoltbatterien.
Auf dem Messestand präsentiert das Unternehmen Produkte aus dem Bereichen Aerodynamik, Struktureller Leichtbau, Fluid- und Luftmanagement sowie Elektromobilität.
Thermoplaste als Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz thermoplastischer Werkstoffe. Im Gegensatz zu klassischen duroplastischen Lösungen lassen sich Thermoplaste nach ihrer Nutzung erneut aufschmelzen und in neue Bauteile überführen. Dadurch eröffnen sie deutlich bessere Möglichkeiten für die Kreislaufwirtschaft und das werkstoffliche Recycling.
Röchling Automotive wählt dabei nicht nur recyclingfähige Materialien, sondern integriert recycelte Rohstoffe in ausgewählte Anwendungen. Dazu gehören beispielsweise aus marinen Abfällen gewonnene Kunststoffe.
Auch bei sicherheitsrelevanten Komponenten zeigt sich das Potenzial thermoplastischer Verbundwerkstoffe. So entwickelt Röchling Automotive einen kostenoptimierten Unterfahrschutz für Elektrofahrzeuge, der hohe Schlagfestigkeit, geringes Gewicht, hohe Brandbeständigkeit und gute Wärmeisolation miteinander verbindet.
Leichtbau durch die intelligente Kombination von Kunststoff und Metall
Neben reinen Kunststofflösungen setzt Röchling Automotive auf hybride Strukturen, die die jeweiligen Vorteile von Kunststoff und Metall miteinander verbinden. Metall kommt dort zum Einsatz, wo hohe Steifigkeit oder besondere Lastanforderungen bestehen. Kunststoff wiederum ermöglicht komplexe Geometrien, Designfreiheit sowie die einfache Anbindung weiterer Komponenten.
Ein Beispiel für diesen Ansatz sind Cockpitquerträger (Cross Car Beams). Durch die Kombination beider Werkstoffe lässt sich nicht nur das Bauteilgewicht reduzieren sondern auch zusätzliche Funktionen direkt in die Struktur integrieren. Dadurch können Bauteilanzahl, Montageaufwand und Systemkosten reduziert werden. Hybride Materialkonzepte folgen dabei dem Prinzip: das richtige Material am richtigen Ort.
„Unser ganzheitlicher Entwicklungsansatz ermöglicht für Cockpitquerträger Gewichtseinsparungen von bis zu 40 Prozent und eine Reduzierung der materialbezogenen CO₂-Emissionen um bis zu 66 Prozent gegenüber konventionellen Metallkomponenten“, sagt Martin Schüler, CEO von Röchling Automotive.
Gehäuse- und Strukturkomponenten für Hochvoltbatterien
Unterschiedliche Fahrzeugplattformen benötigen Batteriesysteme in verschiedenen Größen und Abmessungen. Besonders im Nutzfahrzeugbereich gewinnen modulare Konzepte an Bedeutung. Kunststoff- und Hybridlösungen bieten hier konstruktive und fertigungstechnische Flexibilität.
Röchling Automotive entwickelt Batteriegehäuse und strukturelle Batteriekomponenten, bei denen Kunststoffstrukturen mit Metallverstärkungen kombiniert werden. Dadurch können herkömmliche Metalllösungen teilweise ersetzt und gleichzeitig Gewicht sowie Materialeinsatz reduziert werden.
Entwicklungskompetenz von der Idee bis zur Serie
Röchling Automotive versteht sich als Entwicklungspartner entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das Unternehmen begleitet Kunden von der ersten Konzeptidee über Design, Simulation und Tests bis hin zur Serienproduktion.
Der Ansatz kombiniert Designoptimierung, Materialauswahl, Prozessentwicklung und Funktionsintegration. Dieser Full-Service-Ansatz ermöglicht die Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen für Pkw, Nutzfahrzeuge und zukünftige Mobilitätsanwendungen.