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Die drei Application Specialists bei RDMC

Im August des vergangenen Jahres wurde das Röchling Direct Manufacturing Center – kurz RDMC – in Waldachtal gegründet (wir berichteten). Inzwischen setzt sich das Team aus acht Mitarbeitern und Studenten zusammen, und es kann bereits ein breites Portfolio aus sieben verschiedenen additiven Fertigungsmöglichkeiten anbieten. Als interne Dienstleistung werden dort auf 500 Quadratmetern komplexe Bauteile und ganze Serien aus Kunststoff oder Metall im 3D-Druckverfahren für die gesamte Röchling-Gruppe und ihre Kunden gefertigt.

Das Kernteam der Produktion bilden die drei Anwendungsingenieure Knut Figaj, David Torres und Eike-Sebastian Birk. Alle drei waren bereits vor ihrer neuen Aufgabe Teil der Röchling-Familie – jeweils in einem der drei Unternehmensbereiche. Von dieser Röchling-Expertise profitieren sie nun auch in ihrer neuen Tätigkeit. Als Spezialisten sind sie nun für einzelne Technologien der additiven Fertigung verantwortlich und beraten ihre internen Kunden fachbezogen. Die Einsatzmöglichkeiten des 3D-Drucks sind breit gefächert. Die Röchling-Gruppe konnte dabei schon auf die Erstellung von Teilen für Windkraftanlagen, Sportwagen und medizinische Produkte, aber auch Werkzeuge oder Ersatzteile für Maschinen zurückgreifen. 

Eike-Sebastian Birk

Die ersten Arbeitsschritte am Morgen setzen die drei Kollegen häufig in Richtung der Maschinen und Anlagen. Dort werden die über Nacht gelaufenen Druckjobs kontrolliert, andere Maschinen aus dem Ruhemodus geweckt und fit für den Tag gemacht. Durch die Sensibilität der Materialien und Drucker sind die Maschinen auf drei Räume verteilt, wobei die Temperatur und Luftfeuchtigkeit durch Klimaanlagen gesteuert werden. Der weitere Tagesverlauf setzt sich aus der Bearbeitung von Kundenanfragen, Absprachen mit Kunden, der Erstellung von Kalkulationen oder der Maschinenwartung und -rüstung zusammen. „Als bisher noch junges Unternehmen innerhalb der Röchling-Gruppe liegt der komplette Wertschöpfungsprozess noch bei uns selbst“, sagt Figaj, der bereits seine Masterarbeit im Bereich der Materialentwicklung bei Röchling Industrial geschrieben hat. Damit sind sie für die Auftragsannahme, über die Kommunikation mit dem Kunden und die Erstellung der Druckjobs bis hin zum Versand an den Kunden verantwortlich.

Am Anfang eines Druckjobs – so werden die einzelnen Aufträge genannt – steht dabei immer eine Kundenanfrage, die aus den drei Unternehmensbereichen Automotive, Industrial und Medical kommt. Häufig bezieht sich die Anfrage auf ein konkretes Bauteil mit vorhandenen Plänen. In einem solchen Fall prüfen die RDMC-Mitarbeiter die Umsetzungs- und Herstellungsmöglichkeiten mithilfe additiver Fertigungsprozesse. In Absprache mit dem Kunden werden die optimalen Produkte entwickelt und dann Schicht für Schicht in den Maschinen hergestellt. Teilweise sind die Produkte noch nicht AM(additiv-manufacturing)-gerecht und müssen dann konstruktiv angepasst werden, um den gewünschten Nutzen aus der Kombination an Verfahren und Bauteilen zu generieren. „Wenn der Kunde am anderen Ende der Leitung sagt: ‚Wow – das sieht wirklich gut aus‘, freut man sich sehr“, sagt Birk.

Knut Figaj

Die Tätigkeiten erfordern häufig Kreativität und Experimentierfreudigkeit. Eigenschaften, die die drei Kollegen gerne auch in ihrer Freizeit einsetzen. So modelliert Torres, der in Aachen geboren, jedoch in Kolumbien aufgewachsen ist, auch nach der Arbeit noch Nachbildungen von Kunstgegenständen aus seiner alten Heimat in Südamerika. Auch Figaj hat sein Hobby quasi zum Beruf gemacht und ist häufig für Freunde und Bekannte der erste Ansprechpartner bei der additiven Konstruktion von Ersatzteilen. Birk schätzt die Freiheiten, die man bei der Gestaltung von Bauteilen zur Verfügung hat, und er freut sich immer wieder auf die Erstellung neuer Teile.

In dieser Freiheit liegt jedoch gleichzeitig eine Herausforderung. Denn: „Das Bessere ist der Feind des Guten“, betont Torres. So müsse man auch akzeptieren, dass man auch mal etwas ruhen lässt. Denn die vielen verschiedenen Parameter, die bei der Anlage, der Software und dem Verfahren zusammenkommen, können nicht immer auf einmal erkannt und analysiert werden, so Birk. Die Möglichkeiten, die der 3D-Druck bietet, sind enorm und ermöglichen verschiedenste Einsatzgebiete wie etwa dem Spritzguss, der Medizin- und Maschinentechnik oder der Erstellung von Ersatzteilen, die auf dem Markt schon nicht mehr zu finden sind. Daher stellt Figaj fest: „Röchling ist überall – das spüren wir hier am eigenen Leib“.

David Torres

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