Simulationssoftware vereinfacht die Vorentwicklung von Luftfiltern

Rund, eckig, flach oder hoch: es gibt viele Variablen beim Filterdesign. In dem komplexen Prozess spielen unter anderem Emissionsrichtlinien und anwendungsspezifische Anforderungen eine entscheidende Rolle. Die Leistungsfähigkeit des Luftfilters ist dabei ein Kompromiss zwischen Druckverlust, Staubkapazität und Effizienz. Röchling Automotive hat eine Software entwickelt, um die optimale Filterauslegung, -lebensdauer und -leistung zu bestimmen.

Mehr Faktoren in kürzerer Zeit

Das Programm vereinfacht den aufwändigen und zeitintensiven Vorentwicklungsprozess. Im Gegensatz zu bisher üblichen Tests gemäß ISO-Standard 5011 verzichtet die Anwendung auf komplexe Versuchsaufbauten. Diese bieten zudem nicht die Möglichkeit, alltägliche Bedingungen oder regionale Unterschiede wie beispielsweise die lokale Staubbelastung widerzuspiegeln. Röchlings Simulationssoftware berücksichtigt diese und ermöglicht so eine marktübergreifende Produktentwicklung. Die benötigten Filtercharakteristika realisiert das Programm zuverlässig, indem es auf Herstellerinformationen wie Fahrzeugdaten, Zielvorgaben zur Lebensdauer oder Staubkapazität des Filters, Angaben zum Medium sowie den spezifischen Packagingdaten wie Faltenhöhe und -abstand zugreift.

Um präzise Ergebnisse bezüglich der möglichen Laufleistung und Lebensdauer des Filterelements zu erzielen, berücksichtigt die Software unter anderem Parameter wie Filtermedium und -geometrie, Staubklasse und -menge, Dichte, Nennluftdurchsatz und Umwelteinflüsse. Zudem kann der Softwarebenutzer den Hauptanwendungsbereich des Filters definieren, der aufgrund abweichender Einsatzbedingungen ebenfalls die Eigenschaften des Filters beeinflusst.
Die hohe Deckungsgleichheit zwischen den virtuell errechneten Ergebnissen und den realen Testverfahren bestätigt die Präzision des Programms. Mit dieser Simulationssoftware unterstützt Röchling Konstrukteure bei der Entwicklung weltweit einsetzbarer Filterelemente.

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