Röchling baut Standort Ruppertsweiler aus

Ruppertsweiler – Um das Wachstum von Röchling Hydroma zu sichern und weiter auszubauen, werden die Produktionskapazitäten am Standort Ruppertsweiler ausgebaut. Röchling investiert rund 1,3 Millionen Euro in ein neues Gebäude. Mit der Investition bekennt sich die international tätige Röchling-Gruppe, zu der Röchling Hydroma gehört, zum Standort in der Region Westpfalz.

Mit dem Neubau trägt Röchling dem starken Wachstum des Unternehmens in den vergangenen Jahren Rechnung. Röchling Hydroma ist ein international führender Hersteller von Stanz- und Schneidunterlagen aus thermoplastischen Kunststoffen. Die Produkte sind weltweit in der Textil-, Leder-, Papier- und Automobilindustrie sowie in der Lebensmittelindustrie im Einsatz. So wurden zum Beispiel die offiziellen Fußballweltmeisterschafts-Bälle „Teamgeist“ zur WM in Deutschland, „Jabulani“ zur WM in Südafrika und „Brazuca“ zur WM in Brasilien auf Stanzunterlagen von Röchling Hydroma gefertigt.

Mit der Investition erweitert der Kunststoffverarbeiter seine Produktionskapazitäten für Stanz- und Schneidunterlagen. Zusätzlich wird das Unternehmen nach dem Neubau auch Fertigteile aus thermoplastischen Kunststoffen nach Kundenzeichnung auf modernen CNC-Maschinen fertigen und so die Kompetenzen in der Verarbeitung von Kunststoffen weiter ausbauen.

Nachdem die Entscheidung für die Investition getroffen war, konnte das Genehmigungsverfahren mit Unterstützung der Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde, Silvia Seebach, dem Ortsbürgermeister Hans Föller und des Gemeinderates Ruppertsweiler, sowie den beteiligten Behörden, zeitnah umgesetzt werden.

Im ersten Bauabschnitt wird eine Halle mit einer Grundfläche von 500 m² mit integriertem 2-geschossigen Büro erstellt. Mit dem Ausbau des Standortes werden modernste Produktionstechnologien eingeführt, die die Abläufe in der Produktion optimieren und die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter weiter verbessern. Im Zuge der Baumaßnahmen werden zudem die bereits bestehenden Sanitär- und Aufenthaltsräume für die Belegschaft saniert und erweitert. Ebenfalls werden bei der Erweiterung höchste Standards für den Lärmschutz umgesetzt. Die Fertigstellung soll Ende Juli dieses Jahres erfolgen. Weitere Investitionen für den Ausbau des Standortes sind bereits für die nächsten Jahre geplant. Dafür stehen auf dem Betriebsgelände zusätzlich 1.300 m² zur Verfügung.

Einmaliger Know-how-Mix

Bei der Materialauswahl und den Herstellungsprozessen für Stanzunterlagen kann Röchling Hydroma auf eine im Markt einzigartige Kompetenz zurückgreifen. Bis 1986 hat das Unternehmen selbst Stanzmaschinen hergestellt. „Wir verfügen so über einen einmaligen Know-how-Mix aus beiden Bereichen – der Stanztechnik sowie der Kunststoffherstellung und -verarbeitung. Zielsetzung ist ein optimales Stanzergebnis, höchste Präzision und lange Lebensdauer von Stanzunterlage und -werkzeug“, sagt Geschäftsführer Gerold Fatscher.

Matthias Weber, Sales Manager International, fügt hinzu: „Unsere Stanzunterlagen sind weltweit überall dort im Einsatz, wo Weichmaterialien gestanzt werden müssen. Dazu gehören zum Beispiel die Fertigung hochwertiger Ledersitze für Autos, Sohlen für Damen- und Herrenschuhe aber auch Textilien, Filz, Vlies und Pappe. Als international ausgerichtetes Unternehmen machen wir dabei mittlerweile 80 Prozent unseres Umsatzes außerhalb von Deutschland.“

Bei der Produktion der Stanz- und Schneidunterlagen verwendet Röchling Hydroma hochwertige Rohstoffe, deren Verarbeitung sehr umweltschonend ist. Die beim Herstellungsprozess entstehenden Materialreste werden fast vollständig vor Ort oder bei externen Partnern aufbereitet und in speziellen Recyclingprodukten wiederverwendet.

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