Optimitale Verarbeitungsprozesse für SCR-Tank-Systeme

Wenn es um Verfahrenstechniken geht, ist dies ein Heimspiel für Röchling Automotive. Neben jahrelanger Erfahrung in der Materialentwicklung ist dabei das Know-how in der Kombination unterschiedlicher Verarbeitungsprozesse gefragt. Auf diese Weise können Kunststoffsysteme und -komponenten an die stetig steigenden Anforderungen individuell angepasst werden – zum Beispiel hinsichtlich ihrer Temperaturbeständigkeit und der engen Bauraumsituation im Fahrzeug.

Befüllsystem auf PIT-Art

Als langjähriger Spezialist im Bereich Fluiddynamik überträgt Röchling Automotive seine Kompetenzen in den verschiedenen Technologien auf das Gebiet der Abgasnachbehandlung für Dieselmotoren durch das „Selective Catalytic Reduction“-Verfahren, kurz SCR. Das für die Befüllung des SCR-Tanks notwendige System wird erstmals mit Hilfe der Projektilinjektionstechnik (PIT) und des Heizelementschweißens gefertigt. Die Befüll- und Entlüftungsleitung haben unterschiedliche Durchmesser, werden aber in einem Prozessschritt gleichzeitig hergestellt. „Dadurch erreicht man konstante Mindestdurchmesser und Wandstärken, was wiederum zur Minimierung des Gewichts und des Druckabfalls bei höchster Materialflexibilität beiträgt“, erläutert Walter Kral, Leiter der Produktlinie Fluid Components & Systems.

SCR-Tank gespritzt

Nicht nur in Sachen Befüllsystem, auch im Bereich SCR ist Röchling Automotive für seine übergreifenden Kenntnisse bekannt. Für die Fertigung des SCR-Tanks wird eine Spritzgusstechnik angewandt. Röchling Automotive verhalf erst die Kombination seiner Kompetenzen in Spritzguss-Verfahren und in der Ausgleichsbehälterentwicklung zum Einstieg in das SCR-Tank-Geschäft. Die Röchling-Entwicklung trägt zum einen dazu bei, dass die Euro-6-Norm hinsichtlich des CO2-Ausstoßes eingehalten wird. Zum anderen überzeugt die Integration mehrerer Anbauteile zu einem großen Ganzen. Der aus Spritzguss gefertigte Tank nutzt den Bauraum optimal aus und verfügt über eine verbesserte Qualität durch seine präzise Bauteilformung. Keine Schweißnähte, die brechen können, und zusätzlich integrierter Komfort: Antischwapp-Rippen verhindern störende Schwapp-Geräusche. Außerdem ist der SCR-Tank auch noch spielend leicht. Bei einem 30-Liter-SCR-Tank werden 0,8 Kilogramm Gewicht eingespart.

„Da sich der Bauraum im Fahrzeug stetig ändert, entwickeln wir flexible Lösungen, die viele Anpassungsmöglichkeiten bieten“, sagt Ludwig Huber, Leiter Innovationen und Geschäftsentwicklung. Denn erst die Kombination aller Technologien sorgt für höchstmöglichen Kundennutzen.

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